Bitcoin zurück über 80.000 Dollar: Jetzt wird es spannend

Bitcoin erholt sich nach dem Rückgang unter 80.000 US-Dollar auf 80.576 US-Dollar. Doch hohe ETF-Abflüsse, große Whale-Transfers und die bevorstehende Fed-Entscheidung halten den Kryptomarkt unter Spannung.

  • Bitcoin ist am Wochenende unter die Marke von 80.000 US-Dollar gefallen. Inzwischen hat sich der Kurs wieder auf 80.576 US-Dollar erholt.
  • Hohe ETF-Abflüsse und Liquidationen gehebelter Long-Positionen haben den Kryptomarkt belastet. Gleichzeitig schwächt sich die Nachfrage am Spotmarkt ab.
  • Große Bitcoin-Transfers und eine geringe Schwankungsbreite sorgen für Aufmerksamkeit. Die bevorstehende Fed-Entscheidung könnte zusätzliche Kursbewegungen auslösen.

Bitcoin hat die Marke von 80.000 US-Dollar nach einem zwischenzeitlichen Kursrückgang zurückerobert. Doch mehrere Marktsignale deuten auf eine angespannte Lage hin, während wichtige US-Wirtschaftsdaten bevorstehen.

Bitcoin zurück über 80.000 Dollar: ETF-Abflüsse belasten den Kurs

Der Bitcoin-Kurs hat sich nach dem Rückgang am Wochenende wieder erholt. Am Sonntag notiert die Kryptowährung bei 80.576 US-Dollar und liegt damit erneut oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar. Zuvor hatten Verkäufe den Kurs deutlich unter Druck gesetzt.

Bitcoin erobert die Marke von 80.000 US-Dollar nach dem Kursrückgang zurück

Besonders betroffen waren Anleger mit gehebelten Long-Positionen. Allein am Samstag wurden innerhalb einer Stunde Positionen im Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar liquidiert. Solche Zwangsverkäufe können Kursverluste verstärken, da Handelsplattformen Positionen automatisch schließen, sobald die hinterlegten Sicherheiten nicht mehr ausreichen.

Auch die Entwicklung bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs belastet das Marktumfeld. Am Donnerstag verzeichneten die Fonds Abflüsse von rund 635 Millionen US-Dollar. Über die gesamte Handelswoche blieb die Bilanz jedoch positiv. Gleichzeitig haben langfristige Bitcoin-Investoren ihre Bestände zuletzt reduziert, während die Nachfrage durch Treasury-Unternehmen nachgelassen hat.

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen deutliche Kapitalabflüsse trotz positiver Wochenbilanz

Bitcoin-Wale bewegen große Summen vor der Fed-Entscheidung

Parallel zur Kurserholung zeigen Onchain-Daten ungewöhnlich umfangreiche Bitcoin-Transfers. Das betrachtete Transaktionsvolumen erreichte dem Ausgangsbericht zufolge den höchsten Stand des Jahres. Solche Bewegungen können auf eine Umschichtung größerer Bestände hindeuten. Ein direkter Zusammenhang mit bevorstehenden Verkäufen lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Hinzu kommt die geringe Schwankungsbreite des Bitcoin-Kurses innerhalb der vergangenen 30 Tage. Vergleichbare Phasen niedriger Volatilität gingen in der Vergangenheit mehrfach größeren Kursbewegungen voraus. Ob sich der Bitcoin nach oben oder unten aus der aktuellen Handelsspanne löst, bleibt offen.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die US-Geldpolitik. Am Mittwoch steht die nächste Zinsentscheidung der Federal Reserve an. Einen Tag später sollen wichtige Inflationsdaten veröffentlicht werden. Steigende Realzinsen und die wachsende Attraktivität von US-Staatsanleihen könnten risikoreiche Anlagen wie Bitcoin weiterhin belasten.

Auch am Aktienmarkt ist die Stimmung angespannt. Die Korrektur bei Technologieaktien und umfangreiche Short-Positionen institutioneller Investoren erhöhen das Risiko abrupter Marktbewegungen. Steigende Kurse könnten zugleich einen Short Squeeze auslösen.


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Diese Bitcoin-Kursmarken werden jetzt wichtig

Auf der Unterseite liegt eine erste relevante Liquiditätszone bei rund 78.000 US-Dollar. Darunter rückt die kurzfristige Cost Basis bei etwa 75.700 US-Dollar in den Mittelpunkt. Sie beschreibt den durchschnittlichen Einstiegspreis kurzfristiger Bitcoin-Investoren und dient als wichtiger Orientierungswert für die Marktstimmung.

Diese Unterstützungs- und Widerstandszonen stehen beim Bitcoin jetzt im Fokus

Auf der Oberseite konzentrieren sich zwischen 84.000 und 85.000 US-Dollar weitere Liquidationszonen. Sollte Bitcoin diese Bereiche erreichen, könnten die Schließungen gehebelter Short-Positionen zusätzliche Käufe auslösen und den Kursanstieg beschleunigen.

Ein historisches Beispiel liefert das Jahr 2023. Damals testete Bitcoin nach dem Ende des vorherigen Bärenmarktes die Cost Basis kurzfristiger Investoren, bevor sich der anschließende Aufwärtstrend fortsetzte. Ein vergleichbarer Test wäre jedoch keine Garantie für eine erneute Rally. Entscheidend bleibt, ob die aktuelle Erholung auch durch eine steigende Spot-Nachfrage getragen wird.

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Vincent Bruns

Vincent Bruns ist der Gründer von Krypto Online. Er hat bereits für mehrere Krypto- und Finanzportale wie Bitcoin2Go und Finanzwissen.de als Autor und Social Media Manager gearbeitet und konnte seine Begeisterung über Kryptowährungen zum Beruf machen. Krypto Online hat er im Juli 2020 gegründet. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und mittlerweile als digitaler Nomade aus Deutschland ausgewandert, um seine persönliche Freiheit zu maximieren.