Wie Ethereum trotz großer Verkäufe weiter Kursstärke zeigt

Ethereum-Whales haben in einer Woche 230.000 ETH verkauft, doch der Kurs hält die 3.000-Dollar-Zone. Die Marktstruktur deutet auf ein mögliches Bodenmuster hin, das die nächste größere Bewegung bestimmen könnte.

  • Ethereum-Großinvestoren haben in einer Woche rund 230.000 ETH verkauft.
  • Betroffen sind vor allem Trader, die auf stabile Liquidität und feste Unterstützungsmarken angewiesen sind.
  • Relevant ist der Abbau, weil er Hinweise auf veränderte Marktstimmungen liefert und wichtige Kurszonen beeinflussen kann.

Ethereum bleibt trotz größerer Verkäufe großer Wallets über der Marke von 3.000 Dollar. Gleichzeitig deutet die Chartstruktur auf ein mögliches Bodenmuster hin, das den weiteren Verlauf bestimmen könnte.

Whale-Verkäufe bewegen den Ethereum-Markt

On-Chain-Daten von Santiment zeigen, dass Ethereum-Wallets mit 1.000 bis 10.000 ETH ihre Bestände deutlich reduziert haben. Diese Verkäufe fallen in eine Phase, in der der Kurs Mühe hatte, neues Momentum aufzubauen. Großinvestoren nutzen solche Phasen oft, um Positionen zu verschieben oder Gewinne zu sichern. Der Abbau fällt deshalb auf, weil Whale-Flows häufig einen frühen Hinweis auf veränderte Liquidität liefern.

Quelle: Santiment / X
Quelle: Santiment / X

Der Markt reagiert sensibel auf diese Bewegungen. Seit dem Start der ETH-ETFs und der steigenden Bedeutung von Staking-Flows beobachten viele Trader enger, wie sich große Wallets verhalten. Der Rückgang der Bestände bedeutet jedoch nicht automatisch eine grundlegende Trendwende. In volatilen Phasen passen große Adressen ihre Allokation regelmäßig an, oft auch kurzfristig.

Trader verteidigen die 3.000-Dollar-Unterstützung

Der Kurs prallt seit Tagen wiederholt an der Marke von 3.000 Dollar nach oben ab. Chartdaten zeigen, dass Käufer in diesem Bereich aktiv werden und jedes tiefergehende Testing auffangen. Für viele Trader bleibt die 3.000-Dollar-Zone deshalb ein zentraler Bereich, um erste Käufe oder Nachkäufe zu setzen.

Quelle: @JamesEastonUK / X
Quelle: @JamesEastonUK / X

Gleichzeitig warten einige Marktteilnehmer bewusst mit Kaufaufträgen etwas darunter, um mögliche Liquiditätsschwünge auszunutzen. Unter dem Markt liegt eine breite Unterstützungszone zwischen 2.600 und 2.800 Dollar. Historisch hat Ethereum solche Bereiche genutzt, um mittelfristige Böden zu formen, bevor größere Trends entstanden.

Chartstruktur zeigt potenzielles Bodenmuster

Mehrere Analysten verweisen aktuell auf ein mögliches inverse-head-and-shoulders-Pattern. Die Struktur entsteht über die täglichen Kerzen hinweg und signalisiert in vielen Fällen die Vorbereitung eines Trendwechsels. Die Nackenlinie liegt knapp über der 3.000-Dollar-Marke – genau dort, wo der Kurs seit Tagen Stabilität zeigt.

Quelle: @Pepeonlyfrens / X
Quelle: @Pepeonlyfrens / X

Sollte Ethereum die Zone mit Volumen durchbrechen, könnte sich ein Anstieg in Richtung der größeren Widerstände ergeben. In früheren Marktphasen führte die Bestätigung dieses Musters häufig zu deutlichen Aufwärtsbewegungen. Die langfristige Widerstandszone zwischen etwa 10.000 und 14.000 Dollar wird ebenfalls genannt, bleibt jedoch spekulativ, solange die Formation nicht bestätigt ist.

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Bedeutung für Anleger und mögliche Parallelen

Für Anleger ergibt sich ein gemischtes Bild: Whale-Verkäufe können kurzfristig Druck erzeugen, doch die Verteidigung der 3.000-Dollar-Zone spricht für weiterhin solide Nachfrage. In früheren Zyklen zeigte sich ein ähnliches Muster – etwa im Frühjahr 2021, als größere Verkäufe mit der Ausbildung einer breiten Bodenformation zusammenfielen.

Auch diesmal könnte die Marktstruktur wieder auf eine Phase hindeuten, in der große Adressen zwar Risiko reduzieren, während Retail-Trader und langfristige Halter schrittweise Aufbau betreiben. Entscheidend bleiben in den kommenden Wochen die Marke von 3.000 Dollar und die Frage, ob sich das Chartmuster bestätigt.

Hier kannst du sehen, auf welchen Timeframes die technische Analyse für Ethereum derzeit Kauf- und Verkaufssignale sendet.

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Vincent Bruns

Vincent Bruns ist der Gründer von Krypto Online. Er hat bereits für mehrere Krypto- und Finanzportale wie Bitcoin2Go und Finanzwissen.de als Autor und Social Media Manager gearbeitet und konnte seine Begeisterung über Kryptowährungen zum Beruf machen. Krypto Online hat er im Juli 2020 gegründet. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und mittlerweile als digitaler Nomade aus Deutschland ausgewandert, um seine persönliche Freiheit zu maximieren.

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