Neues Gesetz zur Beweislastumkehr: Sorge bei Krypto-Investoren

Die Bundesregierung will neue Regeln zur Geldwäsche einführen. Künftig sollen Bürger selbst beweisen müssen, dass ihr Vermögen aus legalen Quellen stammt.

  • Das Bundesinnenministerium (BMI) plant eine Reform, die die Beweislast bei Vermögen unklarer Herkunft umkehrt.
  • Das bedeutet: In Zukunft könnten Bürger selbst nachweisen müssen, dass ihr Vermögen legal ist – auch bei Kryptowährungen.
  • Viele Anleger sehen darin ein Risiko für ihre finanzielle Sicherheit.

Hintergrund der geplanten Reform

Das Ziel der Bundesregierung ist es, Geldwäsche und organisierte Kriminalität stärker zu bekämpfen. Bisher musste der Staat beweisen, dass Geld aus illegalen Quellen stammt. Durch die sogenannte Beweislastumkehr soll sich das ändern: Wenn jemand auffällig viel Geld oder Vermögen besitzt, muss er selbst belegen, dass dieses aus legalen Quellen stammt.

Das Innenministerium begründet den Schritt mit der zunehmenden Nutzung von verschleierten Finanzströmen. Vor allem bei Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sei es schwierig, die Herkunft von Vermögenswerten eindeutig nachzuvollziehen. Laut Ministerium gehe es darum, „kriminelle Strukturen effektiv zu zerschlagen“.

Folgen für Krypto-Investoren

Für Anleger im Kryptobereich könnte das Gesetz weitreichende Konsequenzen haben. Kryptotransaktionen laufen oft über dezentrale Börsen (DeFi) oder Wallets, bei denen die Herkunft der Coins nicht immer klar dokumentiert ist. Wer seine Transaktionen nicht lückenlos belegen kann, könnte im Zweifel in Erklärungsnot geraten.

Krypto-Börsen speichern zwar Kaufnachweise, doch viele ältere Wallets oder Peer-to-Peer-Transaktionen haben keine ausreichende Dokumentation. Gerade frühe Bitcoin-Nutzer oder Besitzer von Altcoins könnten daher Schwierigkeiten bekommen, wenn sie die Herkunft ihrer Bestände nachweisen müssen. Das gilt natürlich auch für Assets wie Gold, wo sehr alte Käufe auch schwierig belegbar sein können.

Fachleute warnen zudem vor einem möglichen Generalverdacht gegen Krypto-Nutzer. Der Blockchain-Verband und auch die Bundesrechtsanwaltskammer sehen das Risiko, dass ehrliche Investoren ins Visier geraten könnten. Sie fordern klare Ausnahmen für Privatpersonen und transparente Richtlinien zur Nachweispflicht.

Wie sich Anleger schützen können

Wer Kryptowährungen besitzt, sollte bereits jetzt alle Belege sichern – etwa Kaufbestätigungen, Wallet-Adressen und Transaktionsnachweise. Auch Screenshots von Handelsplattformen oder Kontoauszüge können hilfreich sein.

➡️ Am besten eignet sich hierfür ein Krypto-Steuer-Tool. Wir empfehlen dafür CoinTracking. Spare lebenslang 10 % auf alle Pakete mit dem Krypto Online Partnerlink.

Es empfiehlt sich außerdem, größere Summen über regulierte Plattformen mit KYC-Verfahren (Know Your Customer) zu handeln. Diese Nachweise können später als Beleg dienen, dass Coins aus legalen Quellen stammen.

Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Der Vorschlag wird derzeit in Politik und Fachkreisen diskutiert. Sollte er umgesetzt werden, wäre Deutschland eines der ersten EU-Länder mit einer derart weitreichenden Nachweispflicht – ein Schritt, der viele ehrliche Investoren treffen könnte, aber auch neue Standards in der Geldwäschebekämpfung setzt.

vincent bruns
Vincent Bruns

Vincent Bruns ist der Gründer von Krypto Online. Er hat bereits für mehrere Krypto- und Finanzportale wie Bitcoin2Go und Finanzwissen.de als Autor und Social Media Manager gearbeitet und konnte seine Begeisterung über Kryptowährungen zum Beruf machen. Krypto Online hat er im Juli 2020 gegründet. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und mittlerweile als digitaler Nomade aus Deutschland ausgewandert, um seine persönliche Freiheit zu maximieren.

Inhaltsverzeichnis