Wintermute dementiert Gerüchte über Klage gegen Binance

Nach dem starken Marktcrash im Oktober 2025 tauchten Gerüchte auf, Wintermute wolle Binance verklagen. Nun stellte CEO Evgeny Gaevoy klar, dass keine Klage geplant ist.

  • Nach dem massiven Marktcrash am 10. Oktober 2025 machten im Internet Gerüchte die Runde, dass das Handelsunternehmen Wintermute eine Klage gegen die Kryptobörse Binance vorbereite.
  • Nun hat der CEO Evgeny Gaevoy diese Spekulationen öffentlich zurückgewiesen.
  • Die Klarstellung sorgt für Entspannung in einer ohnehin nervösen Marktphase.

Hintergrund des Gerüchts

Am 10. Oktober 2025 kam es zu einem der heftigsten Einbrüche im Kryptomarkt seit Jahren. Innerhalb weniger Stunden wurden über 20 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen liquidiert. Solche Positionen entstehen, wenn Trader mit geliehenem Kapital handeln, um ihre Gewinne zu steigern – allerdings erhöhen sie auch das Risiko. Wenn sich nicht genügend Käufer finden, die Bitcoin kaufen wollen, kann es dann schnell zu einer Abwärtsspirale kommen.

Infolge der starken Kursrückgänge verbreiteten sich in sozialen Netzwerken Gerüchte, Wintermute habe schwere Verluste erlitten und wolle Binance für technische Probleme während des Crashs verantwortlich machen. Der Markt befürchtete, dass ein Rechtsstreit zwischen zwei wichtigen Akteuren zusätzliche Unsicherheit in den ohnehin angeschlagenen Kryptosektor bringen könnte.

Binance selbst bestätigte später, dass das Unternehmen betroffenen Nutzern eine Entschädigung von rund 283 Millionen US-Dollar gezahlt habe. Außerdem richtete die Börse einen Rettungsfonds über 400 Millionen US-Dollar ein, um institutionellen Kunden mit günstigen Krediten den Wiedereinstieg ins Trading zu erleichtern. Ob Wintermute zu den entschädigten Firmen gehörte, blieb unklar.

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Wintermute äußert sich öffentlich

Evgeny Gaevoy, Gründer und CEO von Wintermute, reagierte direkt auf die Spekulationen. In einem Beitrag auf der Plattform X (früher Twitter) schrieb er: »Wir hatten nie vor, Binance zu verklagen – und sehen auch künftig keinen Grund dafür.« Damit beendete er die anhaltenden Diskussionen um angebliche rechtliche Schritte.

Gaevoy erklärte weiter, dass Wintermute und Binance seit Jahren partnerschaftlich zusammenarbeiten. Es gebe keine Konflikte, die eine Klage rechtfertigen würden. Laut Gaevoy habe sein Unternehmen den Marktcrash gut überstanden, die Risikosysteme hätten wie geplant funktioniert. Zwar seien einige Liquidationen zu ungewöhnlichen Preisen erfolgt, insgesamt sei die finanzielle Lage aber stabil geblieben.

Analysten sehen in dieser Klarstellung ein wichtiges Signal für den Markt. Wäre es tatsächlich zu einem Rechtsstreit gekommen, hätte das die Liquidität und das Vertrauen in zentrale Handelsplattformen wie Binance weiter geschwächt.

Mit dem Dementi zeigt Wintermute, dass große Marktteilnehmer auch in turbulenten Zeiten besonnen reagieren können. Für Binance ist die Nachricht ebenfalls positiv, denn die Börse steht weiterhin unter regulatorischem Druck in mehreren Ländern. Die Bestätigung, dass keine Klage droht, sorgt daher für ein Stück Stabilität in einem volatilen Marktumfeld.

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Vincent Bruns

Vincent Bruns ist der Gründer von Krypto Online. Er hat bereits für mehrere Krypto- und Finanzportale wie Bitcoin2Go und Finanzwissen.de als Autor und Social Media Manager gearbeitet und konnte seine Begeisterung über Kryptowährungen zum Beruf machen. Krypto Online hat er im Juli 2020 gegründet. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und mittlerweile als digitaler Nomade aus Deutschland ausgewandert, um seine persönliche Freiheit zu maximieren.

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