- In Deutschland könnte sich die Besteuerung von Kryptowährungen bald ändern.
- Innerhalb der SPD gibt es neue Pläne, die ein Ende der steuerfreien Gewinne nach einem Jahr Haltedauer fordern.
- Bisher konnten private Anleger Gewinne steuerfrei behalten, wenn sie ihre Kryptowährungen länger als zwölf Monate hielten. Diese Regelung steht nun auf dem Prüfstand.
- Um die Gewinne aus Kryptowährungen korrekt zu versteuern, empfehlen wir ein Krypto-Steuer-Tool. Spare lebenslänglich 10% auf alle Lizenzen über den Krypto Online Partnerlink bei CoinTracking.
Warum die SPD die Haltefrist abschaffen will
Der wirtschaftspolitische Flügel der SPD – der sogenannte Seeheimer Kreis – hat vorgeschlagen, die steuerliche Sonderregelung für Kryptowährungen zu beenden. Nach ihrer Ansicht passt die bisherige Regel nicht mehr zu einer modernen Steuerpolitik. Gewinne aus Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Währungen sollen künftig genauso behandelt werden wie Gewinne aus Aktien oder Fonds.
Die SPD argumentiert, dass Kryptowährungen inzwischen keine Randerscheinung mehr sind. Sie werden von vielen Menschen als Anlage genutzt. Wenn auf Aktienerträge Abgeltungssteuer anfällt, sollte das ihrer Meinung nach auch für digitale Vermögenswerte gelten. Damit soll mehr Gleichbehandlung und Transparenz entstehen.
Aktuell gelten folgende Krypto-Steuern in Deutschland: Wer Bitcoin & Co. länger als ein Jahr hält und erst dann verkauft, kann den Gewinn steuerfrei behalten. Wird aber innerhalb eines Jahres verkauft, ist der Gewinn einkommensteuerpflichtig. Die SPD möchte diese Grenze aufheben. Das würde bedeuten: Jeder Verkauf – egal wann – wäre steuerpflichtig.
Was das für Anleger bedeuten würde
Würde der Vorschlag umgesetzt, hätten private Anleger in Deutschland künftig keine Möglichkeit mehr, steuerfreie Krypto-Gewinne zu erzielen. Für viele langfristige Investoren wäre das ein spürbarer Nachteil. Besonders betroffen wären jene, die seit Jahren auf „Buy & Hold“ setzen – also einfach halten, statt aktiv zu handeln.
Fachleute warnen, dass Deutschland dadurch im internationalen Vergleich unattraktiver für Krypto-Investitionen werden könnte. In Ländern wie Portugal oder der Schweiz gelten weiterhin deutlich günstigere Regeln für private Anleger.
Noch ist allerdings nichts beschlossen. Das Vorhaben ist Teil einer internen SPD-Diskussion und wurde bisher nicht in ein offizielles Gesetzesverfahren eingebracht. Ob die Bundesregierung den Vorschlag übernimmt, ist offen. Auch die Frage, ob eine mögliche Änderung nur für neue Käufe oder auch rückwirkend gilt, bleibt ungeklärt.
Fest steht: Wenn die Haltefrist fällt, müssen Anleger ihre Transaktionen und Gewinne künftig noch genauer dokumentieren. Steuerberater raten dazu, sich frühzeitig vorzubereiten und Belege über alle Käufe und Verkäufe aufzubewahren.
