Nach der Zinssenkung setzt die Fed ein deutliches Signal

Jerome Powell schließt weitere Zinserhöhungen nach der dritten Zinssenkung 2025 faktisch aus. Die Märkte richten ihren Blick nun auf erste Signale für 2026.

  • Fed-Chef Jerome Powell schließt weitere Zinserhöhungen nach der dritten Zinssenkung 2025 faktisch aus. Zinssenkungen stellte er jedoch ebenfalls nicht in Aussicht.
  • Die Aussagen nehmen die Sorge vor einer schnellen Rückkehr zu einer straffen Geldpolitik.
  • Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf erste geldpolitische Signale für 2026.

Der Leitzins bleibt nach der dritten Senkung im Jahr 2025 im Fokus der Märkte. Powells klare Worte setzen einen neuen Rahmen für die Erwartungen an das kommende Jahr. Powell ist jedoch auch nur noch bis Mai 2026 der Fed-Chef. Donald Trump hat bereits angekündigt, dass der neue Fed-Chef die US-Zinsen senken wird.

Powell setzt klare Grenze für Zinserhöhungen

Jerome Powell erklärte nach der aktuellen Entscheidung über die Zinspolitik, dass Zinserhöhungen derzeit kein realistisches Szenario mehr seien. Innerhalb der US-Notenbank gebe es laut ihm keine Diskussion über eine Rückkehr zu steigenden Leitzinsen. Damit sendet die Federal Reserve ein deutliches Signal an Finanzmärkte und Kreditmärkte, die in den vergangenen Monaten wieder verstärkt auf Risiken in Bezug auf Inflation reagiert hatten.

Die dritte Zinssenkung des Jahres wurde mit einer spürbaren Abschwächung des Arbeitsmarktes und einer nachlassenden Dynamik beim Wirtschaftswachstum begründet. Powell machte klar, dass die Fed weiterhin streng datenbasiert entscheidet. Gleichzeitig stellte er unmissverständlich fest, dass eine erneute Straffung der Geldpolitik aktuell ebenfalls nicht Teil der Strategie ist.

Marktreaktionen fallen verhalten aus

An den Finanzmärkten lösten Powells Aussagen keine starken Ausschläge aus. Aktienmärkte und Kryptomärkte bewegten sich nur leicht. Die zuvor vorhandene Nervosität vor einer möglichen harten Tonlage der Fed wich einer ruhigen Seitwärtsbewegung. Besonders zinssensible Anlageklassen wie Wachstumsaktien und Kryptowährungen zeigten nur begrenzte Reaktionen.

Auch am Anleihemarkt blieb die Renditeentwicklung stabil. Trader richten den Blick nun klar auf die ersten Sitzungen im Jahr 2026. Der Januar-Termin der Federal Reserve gilt als möglicher Wendepunkt, an dem sich entscheidet, ob weitere Zinssenkungen folgen oder ob eine längere Zinspause einsetzt.

Was von 2026 zu erwarten ist

Mit Blick auf 2026 gewinnt auch der anstehende Wechsel an der Spitze der Federal Reserve an Bedeutung. Präsident Donald Trump hat angekündigt, den neuen Fed-Chef früh im kommenden Jahr zu benennen.

Als Favorit gilt der aktuelle Wirtschaftsberater Kevin Hassett. Trump verbindet den Personalwechsel offen mit dem Ziel deutlich niedrigerer Zinsen. Hassett hatte zuletzt erklärt, es gebe ausreichend Spielraum für weitere Zinssenkungen, sollte sich die Konjunktur weiter abkühlen.

Ein Führungswechsel könnte damit bereits im ersten Halbjahr 2026 spürbaren Einfluss auf die Ausrichtung der US-Geldpolitik haben.

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Vincent Bruns

Vincent Bruns ist der Gründer von Krypto Online. Er hat bereits für mehrere Krypto- und Finanzportale wie Bitcoin2Go und Finanzwissen.de als Autor und Social Media Manager gearbeitet und konnte seine Begeisterung über Kryptowährungen zum Beruf machen. Krypto Online hat er im Juli 2020 gegründet. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und mittlerweile als digitaler Nomade aus Deutschland ausgewandert, um seine persönliche Freiheit zu maximieren.

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