Der Bitcoin-Kurs ist am Mittwoch gefallen, obwohl die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins leicht gesenkt hat. Nach der Ankündigung rutschte der Kurs unter 111.000 US-Dollar.
Zinssenkung sorgt nicht für Aufschwung
Die Federal Reserve hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % gesenkt. Ziel ist es, die Wirtschaft zu stützen und den hohen Kreditkosten entgegenzuwirken.
Gleichzeitig kündigte sie an, dass ab dem 1. Dezember 2025 die laufende Bilanzverkleinerung – bekannt als “quantitative tightening” (QT) – eingestellt wird. Damit soll die Bilanz der Fed künftig nicht weiter verkleinert werden, was ein Ende der restriktiven Geldpolitik darstellt.
Trotzdem blieb der Bitcoin-Kurs schwach, und wenige Anleger wollten Kryptowährungen kaufen. Analysten erklären das damit, dass die Märkte die Zinssenkung bereits erwartet hatten. Außerdem zeigte sich Fed-Chef Jerome Powell vorsichtig: Er betonte, dass man die Inflation weiter genau beobachten werde und weitere Schritte von den kommenden Wirtschaftsdaten abhängen. Diese vorsichtige Haltung dämpfte die Hoffnung auf eine schnelle Serie weiterer Senkungen.
Technische Lage bleibt angespannt
Bitcoin notiert derzeit unter wichtigen Kursmarken. Die Grenze bei 112.000 US-Dollar gilt als kurzfristiger Widerstand, also als Hürde für steigende Kurse. Auf der Unterseite liegen Unterstützungen bei 110.000 US-Dollar und 108.800 US-Dollar. Sollte der Kurs auch darunter fallen, könnte laut Chartanalysen ein Rückgang bis 103.500 US-Dollar folgen.

Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) zeigen derzeit eine schwache Nachfrage. Auch der MACD, ein Trend-Signal-Indikator, befindet sich im negativen Bereich. Beides spricht für eine anhaltende Phase der Konsolidierung – also für einen eher seitwärts oder abwärts gerichteten Markt.
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Stimmung am Markt
Trotz des Rückgangs sehen einige Beobachter Chancen. Sinkende Zinsen könnten langfristig wieder Kapital in den Kryptomarkt lenken, vor allem wenn Anleiherenditen weiter nachgeben. Langfristig gilt Bitcoin für viele weiterhin als digitales Wertaufbewahrungsmittel, vergleichbar mit Gold.
Kurzfristig aber bleibt der Markt nervös. Erst ein stabiler Anstieg über 116.000 US-Dollar könnte wieder Zuversicht bringen – bis dahin dominiert Vorsicht das Geschehen.
